Schullogo

Louis-Braille-Schule

Staatliche Förderschule für Blinde und Sehbehinderte mit überregionalem Förderzentrum Sehen

Förderzentrum Sehen

Schulische Förderung und Unterstützung an wohnortnahen, allgemein bildenden Schulen

In der Integration werden sehgeschädigte Schüler an wohnortnahen, allgemein bildenden Schulen unterstützt. Dabei findet auch eine enge Kooperation mit den Eltern, Lehrkräften und Mitschülern sowie weiteren Bezugspersonen (Eingliederungshelfer, Therapeuten, …) statt.

Personenkreis – Integrationsteam

  • Team aus fachkompetenten Förderschullehrkräften
  • Regelmäßige Teamsitzungen
    • kollegialer und fachlicher Austausch
    • Fallbesprechungen
    • Rechtliche Grundlagen
  • Ressourcenorientierte / bedarfsorientierte Beartung / Unterstützung vor Ort (keine feste Stundenbindung an das jeweilige Kind – flexible Aufteilung der LWS)

Arbeitsbereiche

  • Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
  • Ärzte und Kliniken / Sehschule
  • Optiker
  • Krankenkassen
  • Landesamt für Soziales
  • Therapeuten (Physio, Ergo, Logo)
  • Hilfsmittelfirmen
  • Schulpsychologischer Dienst
  • Ministerium für Bildung und Kultur
  • Kooperation mit Medienzentren anderer Bundesländer
  • Kooperation mit bundesweiten Förderzentren Sehen
  • Jugendamt
  • Schulträger
  • Agentur für Arbeit
  • Berufsbildungswerk / Berufsfachschulen
  • Eingliederungshilfen (Lebenshilfe, AWO, MLL)
  • Regelschulen: Schulleitung, Lehrkräften
  • Eltern

Hilfsmittelberatung und -ausstattung

Beratung und Unterstützung bei der Versorgung mit Hilfsmitteln und deren Handhabung

  • Bildschirmlesegeräte
  • Notebook mit softwaregestütztem Kamerasystem
  • Tablet-PC (mit Kamera)
  • Vergrößerungssoftware mit/ohne Sprachausgabe
  • Spezielle Tastaturen
  • Braillezeile
  • Punktschriftmaschine
  • Punktschriftpapier
  • Geokoffer für Blinde (Gallusbrett, Lineale, Zirkel, Stichel, Zeichenfolien)
  • Taktile Modelle und Karten
  • Digitale Schulbücher
  • Großdruckbücher
  • Spezielle, farblich abgesetzte Lineaturen
  • Lupen / digitale Lupen
  • Monokular
  • Lampen, Leuchtmittel
  • Höhen- und neigungsverstellbare Tische

Durchführung besonderer Aktivitäten

  • Punktschriftfortbildung
  • Informationsveranstaltung für Lehrkräfte, Eingliederungshelfer und Krankenkassen
  • Hilfsmittelausstellung
  • Elterncafé
  • Kursangebote für Inklusionsschüler
  • Abrufangebote für die Bezugsschulen zu bestimmten Themen (Arbeit mit der ganzen Klasse)
  • Teilnahme an Klassenfahrten (Schullandheimaufenthalte, Skifreizeiten) zur Unterstützung der sehgeschädigten Schüler

Beratung und Unterstützung der Lehrkräfte und des pädagogischen Umfelds in der allgemeinbildenden Schule

  • Beratung während der gesamten Schulzeit
  • Individuelle Beratungstermine mit Lehrkräften und Eltern
  • Anleitung der Integrationshelfer (hinsichtlich Hilfsmittel, individuelle Hilfestellungen, Unterstützungsmöglichkeiten)
  • Unterstützung bei der Formulierung und Umsetzung des Nachteilsausgleichs
  • Teilnahme an runden Tischen und Förderkonferenzen

Beratungsinhalte

  • Aufklärung über ophthalmologische Befunde und deren Auswirkungen auf das funktionale Sehen und das Lernen
  • Sensibilisierung der Lehrkräfte für die Sehbeeinträchtigung
  • Beratung und Unterstützung in Bezug auf die Raum- und Lichtgestaltung
  • Beratung und Unterstützung bei der Positionierung und Gestaltung des Schülerarbeitsplatzes
  • Beratung bezüglich didaktisch-methodischer Fragestellungen
  • Beratung und Unterstützung bei der Versorgung mit Hilfsmitteln und deren Handhabung (vgl. Hilfsmittel)
  • Adaption von Klassenarbeiten sowie zentraler Vergleichs- und Abschlussarbeiten
  • Beratung und Unterstützung bei der Förderplanung und deren Umsetzung im Förderschwerpunkt Sehen

Arbeitsformen

  • Beratungsgespräche mit Lehrkräften und Integrations-/Inklusionslehrern der Bezugsschule
  • Hospitation im Unterricht
  • Team-Teaching
  • Exemplarische Einzelförderung
  • Einzelförderung zur Erarbeitung sehgeschädigten-spezifischer Lernbereiche (LPF, O&M, Arbeiten am PC / Umgang mit Notebook, Monokulartraining, unterschiedliche Sportarten, geometrisches Zeichnen etc.)
  • Verfassen von pädagogischen Stellungnahmen für Krankenkassen, das Landesamt für Soziales und Hilfsmittelfirmen

Einschulungsbegleitung

  • Enge Zusammenarbeit mit der Frühförderstelle, Eltern und Lehrkräften
  • Unterstützung bei geeigneter Schulwahl
  • Auswahl geeigneter Hilfsmittel, inklusive Beratung am Schulstandort und Zuhause sowie am Förderzentrum Sehen
  • Informationen: Unterricht und Lernumgebung (sehgeschädigten spezifische Rahmenbedingungen)

Mitgestaltung beim Übergang ins Berufsleben

  • Hilfestellung bei der Bewerbung
  • Unterstützung bei dem Finden eines Praktikumsplatzes
  • Aufklärung über mögliche Ausbildungsberufe bzw. Studienmöglichkeiten
  • Vermittlung zu weiterführenden beruflichen Einrichtungen
  • Bereitstellen eines „Inklusionskoffers“: Informationsmaterial, spezielle Lineaturen, allgemeine Hinweise zur Gestaltung von Arbeitsmaterialien und Arbeitsblättern, Kontaktadressen, Simulationsbrillen

Beratung und Unterstützung der Eltern

  • Beratung und Unterstützung bei der medizinischen Versorgung und Diagnostik sowie bei der Beschaffung von Hilfsmitteln, Lernmedien und Lehrmaterialien
  • Vermittlung der Rechtsgrundlagen
  • Hilfestellung beim Stellen von Anträgen
  • Beratung und Unterstützung bei der Gestaltung des häuslichen Schülerarbeitsplatzes
  • Beratung und Unterstützung bei Erziehungs- und Förderfragen